Häufige Fragen zur logopädischen Behandlung
Allgemeines
Wie läuft eine logopädische Behandlung ab?
Zu Beginn der Behandlung lernen wir uns in einem ausführlichen Erstgespräch kennen. Gemeinsam besprechen wir Ihre Beschwerden, Ihre persönlichen Therapieziele und den Inhalt Ihrer ärztlichen Verordnung. Anschließend erfolgt eine logopädische Diagnostik, auf deren Grundlage ich einen individuellen Therapieplan erstelle. Während der gesamten Behandlung überprüfe ich den Therapieverlauf regelmäßig und passe die Therapie bei Bedarf an.
Wer übernimmt die Kosten einer logopädischen Behandlung?
Die Kosten einer ärztlich verordneten logopädischen Behandlung werden von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen grundsätzlich im Rahmen der jeweiligen Versicherungsbedingungen übernommen. Gesetzlich Versicherte leisten – sofern keine Zuzahlungsbefreiung besteht – die gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung. Bei privat Versicherten richtet sich die Kostenerstattung nach dem individuell vereinbarten Versicherungstarif.
Ich bin privatversichert oder Beamtin/Beamter. Übernimmt meine private Krankenversicherung die Behandlungskosten vollständig?
Die Behandlung wird in meiner Praxis nach der GebüTh (Gebührenübersicht für Therapeuten) auf Grundlage des 1,4-fachen aktuellen Vergütungssatzes der gesetzlichen Krankenkassen berechnet. Ob Ihre private Krankenversicherung oder Beihilfestelle die Kosten vollständig übernimmt, richtet sich ausschließlich nach Ihrem individuellen Versicherungsvertrag. Je nach Tarif kann daher eine Eigenanteil entstehen.
Bitte informieren Sie sich deshalb möglichst bereits vor Behandlungsbeginn über Ihren persönlichen Erstattungsanspruch. Sobald mir Ihre ärztliche Verordnung vorliegt, erstelle ich Ihnen auf Wunsch gerne einen Kostenvoranschlag. So können Sie bereits vor Therapiebeginn abschätzen, welche Kosten von Ihrer privaten Krankenversicherung oder Beihilfestelle übernommen werden und ob gegebenenfalls ein Eigenanteil verbleibt.
Auf Wunsch erstelle ich während einer laufenden Behandlung gerne Zwischenabrechnungen. Dadurch entstehen kleinere Rechnungsbeträge, sodass Sie die Erstattungen Ihrer privaten Krankenversicherung oder Beihilfestelle einfacher mit den jeweiligen Rechnungen abstimmen können.
Bitte beachten Sie, dass der Behandlungsvertrag zwischen Ihnen und meiner Praxis besteht. Die vereinbarte Zahlungsfrist gilt daher unabhängig vom Zeitpunkt der Erstattung durch Ihre private Krankenversicherung oder Beihilfestelle.
Kann die Behandlung auch als Videotherapie stattfinden?
In geeigneten Fällen kann eine logopädische Behandlung auch per Videotherapie durchgeführt werden. Ob diese Behandlungsform medizinisch sinnvoll und organisatorisch möglich ist, besprechen wir gerne im persönlichen Gespräch.
Gibt es Parkmöglichkeiten?
Ja. Hinter dem Praxisgebäude befindet sich ein großer öffentlicher Parkplatz. Dort können Sie bis zu zwei Stunden kostenfrei parken.
Ist die Praxis mit einem Aufzug erreichbar?
Ja. Die Praxis befindet sich im zweiten Obergeschoss und ist bequem mit dem Aufzug erreichbar.
Behandlungsablauf
Wie läuft eine logopädische Behandlung ab?
Zu Beginn der Behandlung lernen wir uns in einem ausführlichen Erstgespräch kennen. Gemeinsam besprechen wir Ihre Beschwerden, Ihre persönlichen Therapieziele und den Inhalt Ihrer ärztlichen Verordnung. Anschließend erfolgt eine logopädische Diagnostik, auf deren Grundlage ich einen individuellen Therapieplan erstelle. Während der gesamten Behandlung überprüfe ich den Therapieverlauf regelmäßig und passe die Therapie bei Bedarf an.
Was erwartet mich beim ersten Termin?
Damit Ihr erster Termin reibungslos stattfinden kann, benötige ich Ihre ärztliche Verordnung spätestens zwei Werktage vor dem vereinbarten Termin. Sie können mir diese per Post zusenden oder vorab als gut lesbares Foto oder Scan per E-Mail übermitteln. So kann ich die Verordnung bereits im Vorfeld auf ihre Gültigkeit und Vollständigkeit prüfen und gegebenenfalls notwendige Änderungen rechtzeitig mit Ihnen abstimmen.
Zum ersten Termin bringen Sie bitte die Originalverordnung sowie – sofern vorhanden – relevante Arztberichte, Befunde oder andere medizinische Unterlagen mit.
Nach einem ausführlichen Gespräch erfolgt eine logopädische Diagnostik. Anschließend besprechen wir die Ergebnisse, Ihre Therapieziele und das weitere Vorgehen.
Wie oft findet die logopädische Behandlung statt?
Die Häufigkeit der Behandlung richtet sich nach Ihrer ärztlichen Verordnung sowie Ihren individuellen Therapiezielen. In vielen Fällen findet die Therapie ein- bis zweimal pro Woche statt. Je nach Störungsbild und Therapieverlauf kann jedoch auch eine andere Behandlungsfrequenz sinnvoll sein.
Kann die Behandlung auch als Hausbesuch erfolgen?
Hausbesuche sind möglich, wenn sie ärztlich verordnet wurden und die medizinischen Voraussetzungen erfüllt sind. Ob Hausbesuche organisatorisch angeboten werden können, besprechen wir gerne im persönlichen Gespräch.
Wobei kann die logopädische Behandlung helfen?
Erwachsene
Ich hatte einen Schlaganfall und habe Probleme beim Sprechen, Wörterfinden oder Schlucken.
Ein Schlaganfall kann Sprache, Sprechen, Stimme und Schlucken unterschiedlich stark beeinträchtigen. Manche Betroffene finden die richtigen Wörter nicht mehr, können keine vollständigen Sätze bilden oder verstehen Gesprochenes nur eingeschränkt. Diese Sprachstörung wird als Aphasie bezeichnet. Andere sprechen undeutlich (Dysarthrie) oder verschlucken sich häufiger beim Essen und Trinken (Dysphagie). Welche Beschwerden auftreten, hängt davon ab, welche Hirnregion betroffen ist.
Die Ziele der logopädischen Behandlung richten sich immer nach Ihren persönlichen Beschwerden und Ihrem Alltag. Je nach Schwere der Beeinträchtigung kann es möglich sein, verlorene Fähigkeiten ganz oder teilweise zurückzugewinnen. Ist das nicht vollständig erreichbar, entwickeln wir gemeinsam Strategien, um die Kommunikation, das Essen und Trinken sowie die Selbstständigkeit im Alltag so weit wie möglich zu verbessern.
Ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist Ihre aktive Mitarbeit. Die in der Behandlung erlernten Übungen und Strategien sollten regelmäßig auch zu Hause und im Alltag angewendet werden. So können Fortschritte gefestigt und die Teilhabe am privaten, sozialen und beruflichen Leben bestmöglich unterstützt werden.
Ich habe Morbus Parkinson und mein Sprechen verändert sich.
Morbus Parkinson kann sich nicht nur auf die Beweglichkeit, sondern auch auf Sprechen, Stimme und Schlucken auswirken. Viele Betroffene sprechen mit leiser werdender Stimme, undeutlicher Aussprache oder verändertem Sprechtempo. Auch Schluckstörungen (Dysphagie) können im Verlauf auftreten und die Sicherheit beim Essen und Trinken beeinträchtigen.
Ziel der logopädischen Behandlung ist es, Ihre Kommunikationsfähigkeit und Ihre Selbstständigkeit im Alltag möglichst lange zu erhalten oder zu verbessern. Gemeinsam arbeiten wir daran, Ihre Stimme zu kräftigen, die Verständlichkeit beim Sprechen zu erhöhen und das Schlucken zu unterstützen. Die Therapie wird dabei individuell an Ihre Beschwerden und Ihren Krankheitsverlauf angepasst.
Regelmäßiges Üben ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Die in der Therapie erarbeiteten Übungen und Strategien sollten möglichst auch im Alltag angewendet werden. Dadurch können vorhandene Fähigkeiten länger erhalten, Fortschritte gefestigt und die Teilhabe am privaten, sozialen und beruflichen Leben bestmöglich unterstützt werden.
Ich habe eine neurologische Erkrankung und Probleme beim Sprechen oder Schlucken.
Neurologische Erkrankungen wie beispielsweise Multiple Sklerose (MS), Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Chorea Huntington oder andere Erkrankungen des Nervensystems können das Sprechen, die Stimme oder das Schlucken beeinträchtigen. Die Beschwerden entwickeln sich je nach Erkrankung unterschiedlich und können sich im Verlauf verändern.
Die Ziele der logopädischen Behandlung richten sich nach Ihren persönlichen Beschwerden und Ihrem Alltag. Gemeinsam arbeiten wir daran, Ihre Kommunikationsfähigkeit und Ihre Sicherheit beim Essen und Trinken möglichst lange zu erhalten oder zu verbessern. Dabei entwickeln wir individuelle Übungen und alltagstaugliche Strategien, die auf Ihre aktuelle Situation abgestimmt sind.
Ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist Ihre aktive Mitarbeit. Die in der Behandlung erlernten Übungen und Strategien sollten regelmäßig auch zu Hause und im Alltag angewendet werden. So können vorhandene Fähigkeiten bestmöglich erhalten und die Teilhabe am privaten, sozialen und beruflichen Leben unterstützt werden.
Ich verschlucke mich häufig beim Essen oder Trinken.
Häufiges Verschlucken sollte ärztlich abgeklärt werden. Schluckstörungen (Dysphagien) können beispielsweise nach einem Schlaganfall, bei neurologischen Erkrankungen, nach Operationen oder auch im höheren Lebensalter auftreten. Eine altersbedingte Schluckstörung wird als Presbyphagie bezeichnet.
Die logopädische Behandlung richtet sich nach der Ursache und Ihren individuellen Beschwerden. Gemeinsam entwickeln wir Übungen, geeignete Schlucktechniken und alltagstaugliche Strategien, damit Essen und Trinken möglichst sicher und selbstständig gelingen. Dazu gehören bei Bedarf auch Empfehlungen zur Anpassung des Ess- und Trinkverhaltens.
Der Therapieerfolg wird durch Ihre aktive Mitarbeit unterstützt. Je regelmäßiger die empfohlenen Übungen und Strategien im Alltag angewendet werden, desto besser können sie ihre Wirkung entfalten. Ziel ist es, das Schlucken zu verbessern oder zu stabilisieren und Ihre Sicherheit sowie Lebensqualität im Alltag möglichst lange zu erhalten.
Ich bin häufig heiser oder meine Stimme ist beruflich nicht mehr ausreichend belastbar.
Anhaltende Heiserkeit oder eine schnell ermüdende Stimme können die Kommunikation im Alltag und Beruf erheblich beeinträchtigen. Häufige Ursachen sind funktionelle oder organische Stimmstörungen (Dysphonien) sowie Veränderungen nach Erkrankungen oder Operationen. Bestehen die Beschwerden länger als zwei bis drei Wochen, sollte zunächst eine HNO-ärztliche Abklärung erfolgen.
Die logopädische Behandlung wird individuell auf Ihre Beschwerden und Ihre stimmlichen Anforderungen abgestimmt. Ziel ist es, Ihre Stimme zu entlasten, ihre Belastbarkeit zu verbessern und eine gesunde Stimmfunktion im Alltag und Beruf zu fördern. Dazu gehören gezielte Stimmübungen, eine physiologische Atem- und Sprechtechnik sowie Empfehlungen zum stimmfreundlichen Verhalten.
Eine erfolgreiche Stimmtherapie lebt vom regelmäßigen Üben. Je konsequenter die erlernten Übungen und Empfehlungen in den Alltag übernommen werden, desto nachhaltiger können sich Stimme und Belastbarkeit verbessern.
Mein Angehöriger hat eine beginnende Demenz.
Eine Demenzerkrankung kann Sprache, Kommunikation und Gedächtnis zunehmend beeinträchtigen. Betroffene finden Wörter nicht mehr, verlieren den Gesprächsfaden oder haben Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen. Im weiteren Verlauf können auch Schluckstörungen (Dysphagien) auftreten.
In der logopädischen Behandlung geht es in erster Linie darum, vorhandene Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten und die Kommunikation im Alltag zu unterstützen. Ebenso wichtig ist die Beratung der Angehörigen. Gemeinsam entwickeln wir alltagstaugliche Strategien, die den Umgang mit der Erkrankung erleichtern und helfen können, die Verständigung im täglichen Leben zu verbessern.
Die Angehörigen sind ein wichtiger Bestandteil der Therapie und werden – wenn gewünscht – aktiv einbezogen. Sie erhalten praktische Hinweise für den Alltag und Unterstützung im Umgang mit den Veränderungen, die eine Demenzerkrankung mit sich bringt. Ziel ist es, die Lebensqualität der Betroffenen möglichst lange zu erhalten und gleichzeitig die Angehörigen im oft herausfordernden Alltag zu entlasten.
Ich habe eine Gesichtslähmung (Fazialisparese).
Eine Gesichtslähmung (Fazialisparese) kann nach einer Entzündung des Gesichtsnervs (z. B. Bell-Parese), nach einer Operation oder im Zusammenhang mit anderen neurologischen Erkrankungen auftreten. Je nach Ausprägung können Mimik, Lippenbeweglichkeit sowie das Sprechen, Essen und Trinken beeinträchtigt sein.
Die logopädische Behandlung richtet sich nach der Ursache und Ihren individuellen Beschwerden. Ziel ist es, die Beweglichkeit und Koordination der Gesichtsmuskulatur zu fördern oder – wenn eine vollständige Erholung nicht möglich ist – gemeinsam geeignete Strategien für Sprechen, Essen und Trinken im Alltag zu entwickeln. Dabei legen wir Wert auf ein gezieltes, therapeutisch angeleitetes Üben. Ein unkontrolliertes oder übermäßiges Training ist häufig nicht sinnvoll, da es unerwünschte Mitbewegungen der Gesichtsmuskulatur (Synkinesien) sowie Fehlverschaltungen bzw. Fehlsprossungen der Nerven begünstigen kann.
Für den Behandlungserfolg ist das regelmäßige, fachlich angeleitete Üben entscheidend. Die in der Therapie erarbeiteten Übungen und Strategien sollten konsequent in den Alltag übernommen werden. So können Sie den Heilungsverlauf bestmöglich unterstützen und vorhandene Funktionen optimal nutzen.
Seit Long COVID habe ich Probleme mit meiner Stimme oder beim Schlucken.
Nach einer COVID-19-Erkrankung können anhaltende Beschwerden auftreten, die auch die Stimme, das Sprechen oder das Schlucken betreffen. Manche Betroffene leiden unter Heiserkeit, einer eingeschränkten stimmlichen Belastbarkeit, Räusperzwang oder häufigem Verschlucken. Auch Atem- und Stimmfunktion können beeinträchtigt sein.
Die logopädische Behandlung orientiert sich an Ihren individuellen Beschwerden und Ihren persönlichen Zielen. Je nach Symptomatik können Übungen zur Verbesserung der Stimm- und Atemfunktion, der Schluckfunktion oder der Sprechbelastbarkeit zum Einsatz kommen. Ziel ist es, Ihre Beschwerden zu lindern und Sie dabei zu unterstützen, im Alltag und Beruf wieder mehr Sicherheit und Lebensqualität zu gewinnen.
Eine erfolgreiche Therapie setzt Ihre aktive Mitarbeit voraus. Die in der Therapie erarbeiteten Übungen und Strategien sollten regelmäßig in den Alltag übernommen werden. Dabei achten wir darauf, dass die Belastung Ihrem aktuellen Leistungsvermögen entspricht und eine Überforderung vermieden wird.
Kinder & Jugendliche
Mein Kind spricht für sein Alter noch sehr wenig oder gar nicht.
Kinder entwickeln Sprache unterschiedlich schnell. Spricht ein Kind für sein Alter nur wenige Wörter oder beginnt deutlich später als andere Kinder zu sprechen, kann eine Sprachentwicklungsverzögerung vorliegen. Man spricht dann häufig auch von einem Late Talker. Eine frühzeitige logopädische Abklärung kann helfen, die Sprachentwicklung gezielt zu unterstützen.
In der logopädischen Behandlung wird die Sprachentwicklung spielerisch gefördert und an den individuellen Entwicklungsstand Ihres Kindes angepasst. Ziel ist es, den Wortschatz zu erweitern, die Kommunikation im Alltag zu erleichtern und die Freude am Sprechen zu fördern. Dabei werden die vorhandenen Fähigkeiten Ihres Kindes aufgegriffen und Schritt für Schritt weiterentwickelt.
Die Einbindung der Eltern ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie. Sie erhalten alltagstaugliche Anregungen und praktische Tipps, wie Sie die Sprachentwicklung Ihres Kindes zu Hause spielerisch unterstützen können. Oft reichen schon kleine Veränderungen im gemeinsamen Alltag aus, um Ihrem Kind zusätzliche Sprachanlässe zu bieten und den Therapieerfolg nachhaltig zu fördern.
Mein Kind spricht viele Laute falsch oder wird häufig nicht verstanden.
Manche Kinder ersetzen Laute durch andere, lassen sie weg oder sprechen Wörter anders aus, als sie eigentlich klingen sollten. Dadurch können sie von ihrer Umgebung nur schwer verstanden werden. Solche Aussprachestörungen (Artikulationsstörungen) gehören zu den häufigsten Gründen für eine logopädische Behandlung im Kindesalter.
In der logopädischen Therapie lernt Ihr Kind Schritt für Schritt, die betroffenen Laute korrekt zu bilden und sie anschließend sicher in Wörtern, Sätzen und im Alltag anzuwenden. Die Übungen werden altersgerecht und spielerisch gestaltet, sodass Ihr Kind mit Freude lernt und Erfolgserlebnisse sammeln kann.
Die Mitarbeit der Eltern unterstützt den Therapieerfolg entscheidend. Sie erhalten Anregungen und Übungen für den Alltag, damit Ihr Kind die neu erlernten Laute auch außerhalb der Therapie regelmäßig anwenden kann. Durch das gemeinsame Üben können die Fortschritte meist deutlich schneller im spontanen Sprechen gefestigt werden.
Mein Kind bildet nur kurze Sätze oder macht viele Grammatikfehler.
Manche Kinder sprechen zwar viel, haben aber Schwierigkeiten, vollständige Sätze zu bilden oder die Grammatik richtig anzuwenden. Sie lassen Wörter weg, vertauschen Satzteile oder verwenden Zeitformen und Artikel nicht korrekt. Häufig liegt dann eine Sprachentwicklungsstörung vor.
In der logopädischen Behandlung fördern wir die sprachlichen Fähigkeiten Ihres Kindes gezielt und altersgerecht. Ziel ist es, den Satzbau, die Grammatik und den Wortschatz weiterzuentwickeln, damit sich Ihr Kind im Alltag sicherer ausdrücken und verständlich kommunizieren kann. Die Therapie erfolgt spielerisch und orientiert sich am individuellen Entwicklungsstand Ihres Kindes.
Die Einbindung der Eltern ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie. Sie erhalten Anregungen und praktische Tipps, wie Sie die Sprachentwicklung Ihres Kindes im Alltag gezielt unterstützen können. Sprache entwickelt sich nicht nur während der Therapiestunde, sondern vor allem in den vielen kleinen Gesprächen und Situationen des täglichen Lebens.
Mein Kind hat Schwierigkeiten, ähnlich klingende Wörter oder Laute zu unterscheiden.
Manche Kinder hören zwar gut, haben aber Schwierigkeiten, das Gehörte richtig zu verarbeiten. Sie verwechseln ähnlich klingende Laute oder Wörter, können sich gesprochene Inhalte nur schwer merken oder haben Probleme, Sprache in einer lauten Umgebung zu verstehen. Dahinter kann eine Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) stehen. Diese kann sich unter anderem auf den Erwerb der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten auswirken.
In der logopädischen Behandlung werden die auditive Wahrnehmung und Sprachverarbeitung gezielt gefördert. Ziel ist es, das genaue Hinhören, die Unterscheidung von Sprachlauten sowie die Verarbeitung sprachlicher Informationen zu verbessern. Die Übungen werden individuell an die Stärken und Schwierigkeiten Ihres Kindes angepasst. Bei Schulkindern orientieren sie sich zusätzlich an den aktuellen schulischen Anforderungen, damit die erlernten Fähigkeiten auch im Unterricht und beim Schriftspracherwerb besser genutzt werden können.
Die Einbindung der Eltern ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie. Sie erhalten Anregungen, wie Sie Ihr Kind im Alltag gezielt unterstützen können. Durch regelmäßige Übungen und eine sprachfördernde Umgebung können die in der Therapie erworbenen Fähigkeiten nachhaltig gefestigt und in den Alltag übertragen werden.
Mein Kind hat eine Zahnspange oder soll eine bekommen und die Zunge drückt gegen die Zähne.
Steht die Zunge in Ruhe nicht am Gaumen, sondern gegen oder zwischen den Zähnen, kann dies die Entwicklung des Kiefers und der Zahnstellung beeinflussen. Häufig bestehen zusätzlich Mundatmung, ein unvollständiger Mundschluss oder ein viszerales Schluckmuster. Deshalb empfehlen Zahnärzte oder Kieferorthopäden häufig eine logopädische Behandlung.
In der logopädischen Therapie fördern wir eine physiologische Zungenruhelage, einen sicheren Mundschluss und ein korrektes Schluckmuster. Ziel ist es, ungünstige Bewegungsmuster nachhaltig zu verändern und damit die kieferorthopädische Behandlung sinnvoll zu unterstützen. Die Therapie orientiert sich an anerkannten myofunktionellen Behandlungskonzepten und wird individuell an die Bedürfnisse Ihres Kindes angepasst.
Die Mitarbeit der Eltern ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie. Die neu erlernten Bewegungsabläufe müssen regelmäßig im Alltag geübt werden, damit sie sich dauerhaft automatisieren. Nur so können die Therapieergebnisse langfristig stabil bleiben und den Erfolg einer kieferorthopädischen Behandlung unterstützen.
Weiterführende Informationen und Links
Verbände und Gesellschaften
Deutscher Bundesverband für Logopäden
www.dbl-ev.de
Deutscher Bundesverband akademischer Sprachtherapeuten e.V.
www.dbs-ev.de
Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik (dgs) e.V.
www.dgs-ev.de
Deutsche Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie e.V.
www.dgpp.de
Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie
www.legasthenie.net
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. – Selbsthilfe Demenz
www.deutsche-alzheimer.de/menschen-mit-demenz.html
Nach Schlaganfall
Bundesverband für die Rehabilitation der Aphasiker e.V.
www.aphasiker.de
Pflege bei Angehörigen
Online-Hilfeportal für pflegende Angehörige
www.pflege-durch-angehoerige.de
Neurologische Erkrankungen
Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.
www.dmsg.de
Tolle Ratgeber zu Morbus Parkinson im Download-Bereich von Teva.de
www.teva.de/gesundheitsportal/ratgeber-neurologie/morbus-parkinson
Infos zu Parkinson mit kostenlosem E-Book zum runterladen.
www.morbus-parkinson-aktuell.de/kostenloses-e-book-ratgeber-morbus-parkinson
Initiative für Menschen mit ALS
www.als-hilfe.org
Deutsche Huntington Hilfe e.V.
https://www.dhh-ev.de
Sonstiges
Myolino – Infos, Spiele und Übungsvideos bei Myofunktionelle Störungen
www.myolino.de
neolexon – Artikulations- und Aphasie-App
www.neolexon.de
Artikulations-App für Kinder
www.Phonolo.de
Infos zur Behandlung von Schluckstörungen
www.dysphagietherapie.de
Infos rund um Unterstützte Kommunikation
www.rehavista.de